Passivieren von Edelstahl

Passivieren auf einen Blick

Passivieren von Edelstahl – Oberflächenbehandlung für eine lange Lebensdauer Ihrer Bauteile.

Edelstahl ist allgegenwärtig und findet in vielen Bereichen Verwendung. Egal, ob im Maschinenbau, der Lebensmittelindustrie oder im Pharmabereich – das Material bietet hervorragende Eigenschaften. So ist es langlebig, belastbar und weniger anfällig für die Ablagerung von Schmutz. Um ihn vollständig vor Korrosion (Rostbildung) zu schützen, ist vorher allerdings oft die Passivierung von Edelstahl erforderlich.

Wir von plasmotion sind auf die Veredlung durch Plasmapolieren spezialisiert. Hierfür verwenden wir modernste Technologien, um eine präzise und hochwertige Oberflächenbearbeitung durchzuführen. 

Porträt von Michael Penzel (Produktion & Entwicklung), die Produktionshalle ist im Hintergrund

Ihr Experte bei Fragen

Warum Passivieren?

Nichtrostend? Je nach Anwendung können auch Edelstähle korrodieren.

Der Grund für den Korrosionswiderstand, für den Edelstähle (eigentlich: nichtrostende Stähle) bekannt sind, liegt in der das Bauteil vollständig bedeckenden Passivschicht. Diese besteht zum Großteil aus Chromoxid (Cr2O3) und bildet sich natürlich unter Reaktion mit dem Luftsauerstoff. In der Anwendung bildet sie eine nicht-reaktive Barriere zwischen dem Grundwerkstoff und der Umgebung. Das Ergebnis: kein sichtbarer Korrosionsangriff. Diese Passivschicht ist zwar mikroskopisch dünn, braucht aber dennoch einige Tage bis zu Wochen, um sich vollständig auszubilden. In dieser Zeit kann der Grundwerkstoff mit Luftschadstoffen reagieren. Die Folge: Resteisen-Anteile und Eisenmischkristalle als Keime für einen späteren Korrosionsangriff. Um das zu verhindern, wird die Passivschicht durch einen chemischen Prozess weiter ausgebaut bzw. modifiziert – dem Passivieren.

Welded stainless steel construction for a tuna boat.

Was ist Passivieren?

Die Optimierung der Passivschicht schützt wirkungsvoll vor Korrosionsangriffen.

Sind die Bauteile einem besonders aggressiven Medium ausgesetzt, wie zum Beispiel im Bootsbau oder in der Fluidtechnik, kommt es selbst bei Edelstahl zur Korrosion. Schon seit mehr als 60 Jahren weiß man: wirklich korrosionsbeständig ist Edelstahl nur, wenn er poliert und passiviert wurde. Für Zweiteres werden die entsprechenden Bänder, Halbzeuge oder Bauteile aus Edelstahl in ein Bad getaucht und chemisch bearbeitet. In der Reaktion mit der Badchemie, in der Regel Salpetersäure oder Zitronensäure, wird Resteisen aus der Passivschicht entfernt, diese weiter ausgebaut und zum Teil strukturell optimiert. Das Ergebnis: eine dichte Passivscicht und ein langgristig beständiges Edelstahlbauteil.

Anwendungsgebiete für das passivieren

In vielen Anwendungsgebieten sind Edelstahloberflächen mit Passivierung Pflicht, um die notwendigen Standards zu erfüllen.

Passivieren von Edelstahl kommt bei chirurgischen Instrumenten, medizinischen Geräten und Implantaten zum Einsatz – dadurch sind sie korrosionsbeständig und zuverlässig biokompatibel.

Im Chemieanlagenbau werden Elemente und Bauteile passiviert, die chemischen, aggressiven Einflüssen ausgesetzt sind. Dazu gehören Behälter, Rohrleitungen und Apparaturen.

Gerade in der Pharmazie ist eine absolute Passivität von produktberührenden Bauteilen entscheidend. Dazu gehören diverse Anlagen, Bauteile und Ausrüstungen, die deshalb nach dem Edelstahl Beizen und Passivieren optimierte Eigenschaften vorweisen.

Um hygienische Standards bei der Produktion zu erfüllen, werden Anlagen, Ausrüstungen und Rohrleitungen einer Passivierung unterzogen.

Komponenten und Verkleidungen aus Edelstahl – so beispielsweise in Kühlschränken oder Geschirrspülern, werden einer Passivierung unterzogen.

Fahrzeugbauteile, die diversen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind und vor Korrosion geschützt werden sollen, werden ebenfalls passiviert.

Auch Bauteile in Flug- und Raumfahrzeugen, die großen Belastungen ausgesetzt sind und korrosionsbeständig sein müssen, müssen diesen Prozess durchlaufen.

Hier sind Anlagen und Bauteile oft hohen Temperaturen und aggressiven Umgebungen ausgesetzt und müssen geschützt werden. Insofern gehört das Passivieren zum Standard.

Anlagen und Komponenten, die in der Wasserverteilung und -aufbereitung Verwendung finden und korrodieren können, müssen passiviert werden. Dies betrifft ebenso Anlagen und Bauteile für die Luftreinhaltung.

Hier passiviert man diverse Bauteile und Komponenten wie Gehäuse und Halterungen in elektronischen Geräten.

Vorteile passivierter Oberflächen

Dank einer optimierten Passivschicht ist und bleibt der Edelstahl vor Korrosion geschützt.

Die Chromoxidschicht ist nach der Passivierung geschlossen und frei von Resteisen. So fehlen mögliche Keime für eine Korrosion. Das führt zu einer längeren Lebensdauer von Edelstahlkomponenten und -bauteilen. Das Ergebnis: geringe Betriebs- und Wartungskosten.

Außerdem hat eine Passivschicht hygienische Eigenschaften. Verunreinigungen und die Anhaftung von Bakterien (Kontaminationen) werden minimiert.

Wird ein ästhetisches Erscheinungsbild gewünscht, lässt eine Passivschicht Edelstahl länger ansprechend aussehen.

Die Oberfläche hält auch größeren Belastungen und aggressiven Umgebungen stand. Dazu gehören unter anderem chemische und maritime Umgebungen, aber auch höhere Umgebungstemperaturen.

Soll Edelstahl weiterverarbeitet werden, begünstigt eine Passivschicht derartige Maßnahmen dank besserer Bearbeitungseigenschaften

Sie suchen einen effizienten und umweltfreundlichen Vorprozess zum Passivieren?

Das Plasmapolieren

Wirklich beständig ist nur polierter und passivierter Edelstahl. Wir haben die Lösung.

Neben dem gezielten Aufbau bzw. der Modifizierung der Passivschicht ist es für einen langen, sicheren Einsatz von Edelstahlteilen entscheidend, dass Rauheitsspitzen gezielt entfernt werden. Ziel ist eine saubere, geglättete und passivierte Oberfläche.

Dieser Schritt erfolgt heute oft durch den Einsatz des Elektropolierens. Mehr und mehr setzen Industrieunternehmen auch auf die effizientere und nachhaltigere Alternative – das Plasmapolieren von plasmotion. Durch die einzigartige Kombination von Plasmaphysik und Elektrochemie können Edelstahlbauteile schneller poliert werden. Die erreichten Eigenschaften überzeugen durch überlegene Rauheit und unerreichten Glanz – und das ohne nennenswerte thermische oder mechanische Einflüsse.

Wir beraten Sie selbstverständlich gern zum Potential des Plasmapolierens für Ihre Anwendung. Sprechen Sie unsere Experten an!

Als einziger Lösungsanbieter verfügt plasmotion über das volle Spektrum der plasmaelektrolytischen Oberflächenveredlung: klassisch im Elektrolytbad, und selektiv mit dem Elektrolytstrahl.  Sie benötigen beim Polieren von Edelstahlbauteilen Unterstützung, oder stehen gar vor einer schwierigen Herausforderung? Gerne schauen wir uns gemeinsam Ihr Anliegen und Ihre Situation an, um eine passende Lösung zu finden. Mit unserem weltweit einzigartigen Technologieportfolio werden wir (fast) jeder spezifischen Oberflächenherausforderung gerecht.

Plasmapolieren

Sie legen Wert auf Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit? Dann könnte unser Plasmapolieren auch für Ihre Anwendung das Richtige sein. Beim Eintauchen Ihres Werkstücks in unsere speziellen Elektrolyte verkochen diese unter Anlegen einer Gleichspannung auf der Oberfläche, und bilden einen konturtreuen Dampffilm aus. Hier kommt es zum einzigartigen plasma-elektrolytischen Abtrag von Graten und Mikrorauheiten, bei gleichzeitiger Bauteilreinigung.

JETPEP: Jet-Plasmapolieren

Mit JETPEP ist plasmotion die Innovation gelungen: der plasma-elektrolytische Abtrag wird in einem Strahl erreicht und kann so flächengenau wirken. Diese Technologie kann nicht nur zur Oberflächenveredlung durch Polieren eingesetzt werden, sondern auch zum gezielten Entgraten, insbesondere von komplexen Bauteilen. Prozesssichere Einstellung von Rauheit und Glanz auf Edelstahlbauteilen sowie die Endbearbeitung von Schweißnähten sind so auch vollautomatisierbar möglich – ob mit Roboter, Achskinematik oder Multidüsencluster.

Leistungen von plasmotion

Plasmapolieren ist in Ihre Fertigung nahtlos integrierbar.

Unser einzigartiges Wirkprinzip können Sie nicht nur im Rahmen der Lohnfertigung nutzen. Mit unseren kundenspezifischen Anlagenlösungen haben Sie Zugriff auf eine Technologie, die nicht nur mehr Effizienz, sondern auch mehr Nachhaltigkeit durch den Einsatz wässriger Salzlösungen erlaubt. Ersetzen Sie das Elektropolieren durch das Plasmapolieren und profitieren Sie von bisher unerreichbaren Oberflächen – wir beraten Sie gern!

Ihre nächsten Schritte

Machen Sie Ihre Fertigung zukunftssicher – mit Plasmapolier-Lösungen von plasmotion.

Ihre Herausforderung – unsere Lösung. Ihr direkter Weg zum individuellen Angebot.

Lassen Sie uns über Ihre spezifischen Anliegen sprechen.

Gerne überzeugen wir Sie ganz konkret anhand Ihrer Bauteile von den Stärken und Möglichkeiten unserer Technologien. Der erste Schritt ist dabei eine Bemusterung. Sprechen Sie uns einfach an.

Ihr Bauteil

Ihre Anfrage

Sie haben Fragen zu unseren Technologien und Anwendungen?

Ihre Werkstoffe und Oberflächen haben spezielle Anforderungen? Sie sind sich unsicher, ob Plasmapolieren das Richtige für Ihr Produkt ist? Sie wollen wissen, wie plasmotion Sie als Lösungsanbieter voranbringen kann? Ich beantworte Ihre Fragen gerne persönlich.

Porträt des Geschäftsführers Vincent Stepputat vor der Unternehmenstür

Ihr Experte bei Fragen

drei plasmapolierte medizinische Mikrobauteile